Mit der Tischharfe Selbstwirksamkeit erleben

Viele Menschen wünschen sich Musik selbst zu machen, scheitern aber an typischen Hürden. Notenlesen wirkt kompliziert, die Tonerzeugung braucht lange Übung und bei manchen kommen motorische Einschränkungen dazu. Die Tischharfe ist interessant weil sie genau diese Hürden stark reduziert. Oft gelingen schon nach kurzer Zeit erste Stücke und das motiviert. Genau hier entsteht etwas, das in pädagogischen und inklusiven Kontexten besonders wichtig ist.

Selbstwirksamkeit.
“Ich kann etwas tun und es hat eine Wirkung. Ich bringe Klang hervor und gestalte Musik.”

Spielen ohne Notenangst

Ein zentraler Punkt ist die visuelle Führung. Unter die Saiten kommen Vorlagen die zeigen welche Saite als nächstes gezupft wird. Das nimmt die Angst vor Noten und senkt die Einstiegshürde deutlich. Viele Menschen die sonst schnell aussteigen bleiben hier länger dran, weil sie nicht ständig das Gefühl haben zu scheitern. Stattdessen gibt es eine klare Orientierung und sofort hörbare Ergebnisse. Das kann gerade bei Lernenden mit Unterstützungsbedarf einen großen Unterschied machen, weil Erfolg nicht irgendwann kommt sondern fast sofort.

Gemeinsames inklusives Musizieren

In Gruppen ist das Instrument besonders stark. Unterschiedliche Voraussetzungen fallen weniger ins Gewicht, weil alle nach demselben einfachen Prinzip spielen können. Manche zupfen nur einzelne Töne, andere übernehmen eine Begleitung andere spielen eine zweite Stimme. So kann jeder eine Aufgabe bekommen die passt ohne dass es sich wie eine Sonderlösung anfühlt. Das Ensemble klingt trotzdem rund. Für viele ist das ein Moment der Zugehörigkeit.

Für wen ist die Tischharfe geeignet?

Die Tischharfe eignet sich für alle Personen, die ohne viel Üben Musik machen wollen. In der Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigung ist sie besonders stark. Viele kennen als musikalisches Angebot vor allem Trommeln und Orff Instrumente. Das kann Spaß machen, wirkt aber oft wie ein reduziertes Programm. Die Tischharfe setzt hier anders an. Sie ist ein „richtiges“ Melodieinstrument, das auch so aussieht. Wer darauf spielt wird sichtbar als Musikerin oder Musiker wahrgenommen. Das stärkt die Selbstwirksamkeit. In der Geragogik und bei älteren Menschen ist sie ebenfalls sinnvoll. Viele möchten noch einmal Lieder spielen, die sie lieben. Dafür braucht es ein Instrument das nicht überfordert und trotzdem nach Musik klingt. Die Tischharfe unterstützt genau das und macht es leicht gemeinsam zu musizieren.

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